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Wer wir sind und woher wir kommen
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Die Geschichte unseres Vereins begann eigentlich damit, daß es 1950 im Gelsenkirchener Luftsportclub
Zoff gab und eine große Gruppe nichts Besseres im Sinn hatte, als ihren eigenen Verein zu gründen.
Schwuppsdiwupp hatte Gelsenkirchen im Jahr 1951 einen neuen Luftsportverein, nämlich die Segelflug Vereinigung Gelsenkirchen e.V.
Heute vertragen wir uns übrigens mit dem LSC Gelsenkirchen und Buer e.V. wieder prächtig, Es sind ja auch schließlich
unsere Flugplatznachbarn und wer weiß schon, was uns die Zukunft noch bringen wird. Na ja, nun aber wieder
zurück in die Vergangenheit. Unsere Altvorderen hatten natürlich einige Probleme und kein Flugzeug.
Aber wo ein Wille ist, finden sich auch eine Werkstatt und Sponsoren. Auf jeden Fall wurde mit dem Bau eines
Schulgleiters begonnen (übrigens ein SG38 für alle, die es etwas genauer wissen wollen) und man kann es
kaum glauben, im darauf folgenden Jahr konnte mit dem Gleiter in den Borkenbergen tatsächlich geflogen werden.
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| Der SG38-Eigenbau der SVG von 1952 |
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In den folgenden Jahren wuchs und veränderte sich der Flugzeugpark unseres Vereins. Dies geschah zum Teil
durch weitere Eigenbauten (die Motivation muß damals sehr groß gewesen sein) aber auch durch den Erwerb
von verschieden Flugzeugmustern. Heute bauen wir übrigens keine Flugzeuge mehr selber, wir sind ja
auch kein Bau- sondern schließlich ein Flugverein.
Zur Zeit besteht unser Flugzeugpark aus einer ASK13, einer Ka8b, einer ASW19b und einem Motorsegler SF28
Tamdenfalke. Das sind zwar nicht gerade die modernsten Flugzeuge, aber sie sind alle bezahlt und das Fliegen
auf ihnen macht richtig Spass und ist auch noch richtig günstig.
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Aber was machten unser Vereinsgründer eigentlich in den 50er Jahren, wenn Sie nicht flogen? Denn zu Beginn
der Luftsportaktivitäten der SVG existierten auf dem Flugplatz Borkenberge noch keine Unterkunftsmöglichkeiten,
in denen man übernachten oder sich bei schlechtem Wetter eine warme Suppe kochen konnte, von einer Toilette ganz
zu schweigen. Die Borkenberge glichen damals auch eher einer Wüste als einem Flugplatz. Also wurde von unseren
Vorfahren neben dem Fliegen, dem Bau von Flugzeugen und den damals häufig nötigen Reparaturen an den
Flugzeugen auch noch eine Unterkunft errichtet (die Motivation muß damals wirklich wahnsinnig groß gewesen sein).
So nach und nach entwickelte sich aus dieser Unterkunft das, was wir heute bei uns auf dem Platz vorfinden.
Denn zu der Unterkunft gesellten sich im den folgenden Jahren noch eine Werkstatt, ein Hangar, eine Garage
und ein Sanitär- und Küchenanbau, der die Werkstatt mit der Unterkunft verbindet. Ja, und vor kurzen haben wir
es tatsächlich geschafft, die Renovierung unsers Vereinsheimes bis auf kleine Restarbeiten, abzuschließen.
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So genug gebaut; jetzt wieder zurück zum Flugbetrieb, denn der sah früher ganz anders aus als heute. Die Flugzeuge
wurden auf einen Hang geschoben, mit einem starken Gummiseil und jeder Menge Muskelschmalz geradezu in die Luft
katapultiert. Dann mußten nur noch die passenden Aufwinde gefunden werden und schon stand einem erfolgreichen Flug
nichts mehr im Wege. Die Ausbildung wurde übrigens auf einsitzigen Schulgleitern durchgeführt. Nach dem Start hatte
der Fluglehrer keine Chance mehr, korrigierend einzugreifen. Ja, ja mutig und fleißig waren unsere Altvorderen schon
und die unvermeidlichen Brüche wurden in Zeit von nichts wieder repariert.
Glücklicherweise gestaltet sich unser Flugbetrieb heute nicht mehr so schweißtreibend wie zu Beginn unser Vereinsgeschichte.
Wir müssen die Flugzeuge nur noch bis zum Start schieben. Dann lassen wir uns mit Hilfe von starken Winden oder im Schlepp
hinter Motorflugzeugen auf Höhe bringen. Anschließend müssen wir nur noch die passenden Aufwinde finden und schon steht einem
erfolgreichen Flug steht nichts mehr im Wege.
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Bau des Fliegerheims in Borkenberge 1960 |
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Bei der Schulung ist Mut auch nicht mehr die wichtigste Charaktereigenschaft, die ein Flugschüler mitbringen muß.
Denn der Fluglehrer sitzt direkt hinter ihm und kann ihm jederzeit die Ohren langziehen.
Unsere Fluglehrer ziehen den angehenden Piloten selbstverständlich nicht nur die Ohren lang, sondern bilden sie
auch sehr gut und sicher aus und sie sind für ausgebildeten Piloten immer die erste Adresse, wenn es um Fortbildung
oder um aktuelle Informationen geht, die das Fliegen betreffen. Unsere Fluglehrer sind übrigens alle ehrenamtlich in unserem
Verein tätig. Wenn einmal kein eigener Fluglehrer für den Flugschüler zu greifen ist, weil er vielleicht mal selber fliegen will,
macht nix, durch Absprachen und Ausbildungsgemeinschaften mit den anderen Vereinen in Borkenberge ist immer irgendwo ein Fluglehrer
zu finden, der mit dem Flugschüler in die Luft geht.
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| Ein modernes Segelflugzeug beim Windenstart |
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Neben der Ausbildung von Segel- und Motorsegelpiloten wird bei uns in der SVG auch der Leistungssegelflug gefördert und betrieben.
Das zeigt sich an unseren Pilotinnen und Piloten die an Segelflugwettbewerben, wie z.B. die Borkenberge Segelflugwochen, erfolgreich
teilnahmen und auch weiterhin teilnehmen werden.
Früher, wie ich schon sagte, wurden die Flugzeuge zum Teil selbst gebaut. Heute wollen wir lieber fliegen, als uns in der Werkstatt aufhalten.
Trotzdem ist die Werkstatt für uns immer noch wichtig, denn kleinere Reparaturen und die Wartung der Flugzeuge werden von uns selbst durchgeführt.
Aber keine Angst die Arbeit beschränkt sich heute wirklich auf das Notwendige und die Qualität der ausgeführten Arbeiten wird streng von erfahren
Werkstattleitern und Prüfern überwacht. Außerdem ist noch wichtig, daß wir durch die geleistete Arbeit jede Menge Geld sparen und so das Fliegen für
uns alle preiswert machen.
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Auch in Zukunft wird es bei uns in der SVG keinen Stillstand geben. Da unsere SVG ja immer die Summe ihrer Mitglieder ist, wird sie
sich mit uns ständig verändern und den Bedürf-nissen ihrer Mitglieder und auch den äußerer Bedingungen anpassen. So steht z.B. als nächstes
großes Ziel die Anpassung unsers Flugzeugparks an die geänderten Anforderungen von Schulungs- und Leistungsflug an.
Und Fliegen, ja Fliegen wird bei uns groß geschrieben!
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